
Seit Wochen grinst Yvonne Catterfeld in der neuen Out-Of-Home-Kampagne des Versandhändlers OTTO von diversen Plakaten. Selbst im Fernsehen stößt man auf den medialen Druck, der hier ausgeübt wird um auf den neuen Katalog sowie ein Produktportfolio für das jüngere Publikum hinzuweisen. OTTO will weg vom Katalog-Image hin zur hippen Online-Shopping-Plattform.
Dafür lässt es sich der Hamburger Konzern auch nicht nehmen den nicht günstigen Masthead (so heißt das Werbeformat) auf der YouTube-Startseite zu buchen und damit auf ein aktuelles Gewinnspiel hinzuweisen. Der Ablauf: Testimonial Fr. Catterfeld intepretiert durch Kopfwackeln, Hände wedeln und sonstige Bewegungen einen Song und die User sollen raten, welcher Song das ist. Da das fast unmöglich ist, gibt es täglich noch einen Tipp von OTTO was es sein könnte. Aber auch mit den Tipps ist es nicht wirklich einfach. Immerhin gibt Yvonne sofort Feedback zum eigenen Tipp mit einer kurzen Video-Response.
Zu gewinnen gibts diverse Produkte aus dem OTTO-Sortiment … was aber die User nicht davon abhält ihren steigenden Unmut über den Schwierigkeitsgrad der Aktion via Posts freien Lauf zu lassen. Willkommen im Web 2.0, OTTO! Die Reaktionen des Konzerns sind noch nicht ganz durchdacht, aber man lernt ja gerne dazu
Die visuelle Umsetzung ist gelungen (passende Aufhübschung des YouTube-Channels), der konzeptionelle Ansatz ausbaufähig (Gewinnspiel-Mechanik), an die gängigen Social Media Elemente wurde gedacht (Twitter, Facebook), aber der Langzeit-Effekt für OTTO bleibt also abzuwarten (Rankings des Kanals, Sales durch YouTube).
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9. Februar 201113:28